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Mit einem Rad bei der Weltmeisterschaft

Die Hallenrad-Weltmeisterschaften 2020 in Stuttgart, die coronabedingt vom 29. bis 31. Oktober 2021 ausgetragen werden, sind das Ziel vieler Kunstradsportler. Im Besonderen der der SportKultur Stuttgart. Bei den Titelkämpfen vor der Haustür möchte man natürlich dabei sein. In den einzelnen Disziplinen hat Deutschland je zwei Startplätze zur Verfügung. Für die Zweier-Kunstradsportlerinnen Helen Vordermeier und Selina Marquardt rückt der Traum immer näher. Nach zwei Wertungen führen die beiden SportKultur-Athletinnen nämlich die WM-Qualifikation an. Insgesamt gibt es sieben Wertungen, wobei die besten fünf zu Rate gezogen werden.

Den aktuellen Spitzenplatz haben sich Vordermeier/Marquardt durch den Sieg beim 1. German Masters in Pfedelbach gesichert. Und dies, obwohl beide mit einem mulmigen Gefühl aufs Rad stiegen – 2018 und 2019 haben sie nämlich ihre Darbietung im ersten Durchgang jeweils in den Sand gesetzt. Optimal verlief die Kür auch nicht, vor allem auf zwei Rädern mussten die beiden Abzüge hinnehmen und erreichten eine Punktzahl von 127,86. Aber auch die Vizeweltmeisterinnen und Konkurrentinnen um einen Startplatz im Nationalteam – Sophie-Marie Wöhrle / Caroline Wurth – blieben auch nicht fehlerfrei und lagen gerade mal 0,95 Zähler vor den Stuttgarterinnen. So war man im SportKultur-Lager zufrieden: „Der erste Durchgang ist die Pflicht, abends kommt dann die Kür und die ist immer gut“ freute sich Helen Vordermeier auf den zweiten Durchgang.  Und wie gut.  Selbstbewusst und souverän spulten die beiden ihr fünfminütiges Programm herunter, zeigten schwierige Elemente und diese nahezu perfekt beziehungsweise ohne nennenswerte Abzüge. Und damit schockte das Duo die Konkurrenz speziell der Vizemeisterinnen. Denn nicht nur, dass Vodermeier/Marquardt mit 139,29 Punkten ihre persönliche Bestleistung aufstellten, sie ließen auch Wöhrle / Wurth hinter sich und holten den Tagessieg.

Nicht so rund lief es indes für Mattea Eckstein im Einer. Im ersten Durchgang fuhr sie zwar sehr gut, jedoch musste sie den Lenkerhanstand früh abbrechen und auf den Sattellenkerhandstand gar ganz verzichten. Das spiegelte sich in der Wertung wider. Es gab sieben Zähler Abzug und auf der Anzeigetafel leuchteten 173,96 Punkte – 0,14 Punkte zu wenig, um das Finale am Abend zu erreichen. In der Zwischenrunde durfte sie noch starten erzielte 167,04 Punkte, war aber mit der Leistung aber „alles andere als zufrieden“, so Eckstein.

Der einzige Mann unter den Kunstradfahrerinnen der SportKultur ist Sebastian Zähringer. Dieser war in Pfedelbach im Einer am Start. Er zeigte eine tolle Kür bis er es sozusagen übertrieb. Die Lenkerdrehung präsentierte er gar vierfach, was laut Betreuerin Isabell Lorandt „so nicht vereinbart“ war und sich letztlich auch rächte. „Es fehlte ihm die Zeit, um die letzte Übung zu präsentieren. Die Folge: Es gab fünf Punkte Abzug. dennoch: Die 177,77 Punkten von Zähringer konnten sich sehen lassen. In der Zwischenrunde war er erneut gut sowie konzentriert und erzielte 176,96 Punkte.

Sowohl Zähringer als auch Eckstein und das Duo Vordermeier / Marquardt haben sich durch ihre Leistungen die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften am 8. und 9. Oktober in Moers gesichert.

Torsten Streib

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