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Es geht wieder gut los! Kunstradsportlerinnen landen beim Weltcup auf dem Podium.

Der letzte Wettkampf für die Kunstradfahrerinnen der SportKultur Stuttgart war vor fast einem Jahr – die baden-württembergischen Titelkämpfe im Juli 2020. Dementsprechend war die Vorfreude auf den im schweizerischen Oberbüren stattfindenden Weltcup – sechs Nationen nahmen daran teil – riesig, dass „endlich wieder ein Wettkampf anstand“, sagen die beiden Trainerinnen Franziska Münchinger und Petra Marquardt unisono. Die Athletinnen seien zwar etwas nervös gewesen, aber dennoch locker an die Sache gegangen. Und die beiden Trainerinnen waren mit den Leistungen denn auch „sehr zufrieden“. In der frühen Phase der Saison stehe das Integrieren neuer Übungen in die Kür im Vordergrund, weiß auch Sportkultur-Trainerin Daniela Klingler. Im Lauf der Saison gelte es dann, das Programm zu perfektionieren und Abzüge zu minimieren.

Im Einerfahren präsentierte Mattea Eckstein erstmals den Sattellenkerhandstand, der gut klappte. Ebenso durfte sie mit der Durchführung des kritischen Maute-Sprungs (Sprung vom Sattel auf den Lenker) zufrieden sein – auch dieser hat gut geklappt. Ebenso funktionierte der Lenkerhandstand aus der Vorhebehalte, wobei sie diesen nicht ganz fertig fahren konnte, was Abzüge bedeutete. Nach Beendigung der Kür zeigte die Anzeigetafel 173,78 Punkte. Das bedeutete für die SportKultur- Sportlerin Rang drei hinter der deutschen Weltmeisterin Milena Slupina (Bernlohe) und Maren Haase (Hoffnungsthal).

Noch besser lief der Wettkampf – im Vorjahr wurden coronabedingt alle Weltcups gestrichen – für das Zweierpaar Helen Vordermeier (SportKultur) und Selina Marquardt (Oberjesingen). Das Duo, das seit 2017 zusammen Kunststücke auf dem Rad präsentiert, hatte den Steuerrohrsteiger mit Schulterstand rückwärts und den Reitsitzsteiger mit Schultersitz Drehung rückwärts – eine Art Pirouette auf dem Hinterrad– neu im Programm. Beides klappte und das Duo war mit der Ausführung zufrieden. Die Wertungsrichter sahen das ähnlich und gaben für die Kür 133,32 Punkte. Nur die deutschen Konkurrentinnen Sophie-Marie Wöhrle / Caroline Wurth vom RSV Gutach bekamen eine bessere Wertung. Damit sicherten sich Helen Vordermeier/Selina Marquardt Platz zwei. Platz zwei beziehungsweise zwei Plätze werden in dieser Saison entscheidend sein. Denn vom 27. bis 29. Oktober finden in der Stuttgarter Porsche-Arena die Hallenradsportmeisterschaften statt und im Deutschen Team werden pro Disziplin zwei Plätze zu vergeben. Natürlich ein Traum für die Athletinnen der SportKultur, beim Heimspiel dabei zu sein. Doch in keinem Land ist die Konkurrenz im Kunstradsport so groß wie in Deutschland. Zur Qualifikation für die WM werden die sechs Ergebnisse der German-Masters-Serie plus die DM, die am 8. und 9. Oktober stattfindet, herangezogen, letztlich die fünf besten Resultate gewertet. Die Chancen für Mattea Eckstein und das Duo Helen Vordermeier/Selina Marquardt bei der Heim-WM starten zu können, sind also gegeben.

Bericht: Torsten Streib (UZ/CZ)
Bilder: Copyright by Wilfried Schwarz

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