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Das WM-Ticket gelöst

Es war noch nicht ganz sicher, ob Helen Vordermeier und Selina Marquardt am Sonntag, 31. Oktober, verplant sind. Seit vergangenem Samstag ist es aber definitiv: Sie sind verplant. Das Duo der SportKultur Stuttgart startet an diesem Tag bei den Hallenradsport-Weltmeisterschaften in der Stuttgarter Porsche-Arena. Die fehlenden Punkte für die WM-Teilnahme angelten sich die SportKultur-Athletinnen in der Zweier-Kunstradsport-Elite-Konkurrenz am Wochenende bei den dritten German Masters in Nufringen – und dies bereits im ersten Durchgang. „Wir konnten ganz gut ausblenden, dass es um die finale WM-Quali ging und konnten uns auf beide Durchgänge fokussieren“, sagt Helen Vordermeier. Bei besagtem ersten Durchgang hatte das Duo einen Sturz zwischen zwei Übungen, der aber von den etwas strenger bewertenden Richtern kaum Abzüge nach sich zog. 133 Punkte brachte letztlich der Vortrag und das reichte locker, um das Ticket für die Heim-WM zu lösen. Am Abend im Finale fuhren Vordermeier / Marquardt gelöst. Dementsprechend „lief es nahezu perfekt und wir kratzen erneut an unserer Bestleistung“, freut sich Selina Marquardt. Die SportKultur-Fahrerinnen brachten 139 Punkte auf die Anzeigetafel. „Damit haben wir unsere WM-Teilnahme mehr als bestätigt“, waren beide zufrieden. Zufrieden auch deshalb, weil sie durch dieses Resultat den Wettkampf in Nufringen vor ihren Dauerrivalinnen Sophie-Marie Wöhrle / Caroline Wurth gewannen. Wöhrle / Wurth haben jedoch in der Gesamtabrechnung der German-Masters-Serie die Nase vor dem SportKultur-Duo. Bei der WM in vier Wochen wird ein Zweikampf zwischen den beiden deutschen Startern um den Titel erwartet.

Für Mattea Eckstein (Einer-Kunstradsport Elite) bedeutete der Wettkampf in Nufringen praktisch ein Heimspiel. Seit ihrem Studium trainiert sie überwiegend dort. In der Vorrunde zeigte sie eine gute Kür, auch die bei ihr häufig problematischen Handstände meisterte sie sehr gut. Jedoch war sie am Ende der Kür kurz unaufmerksam und konnte den Übergang vom Kehrlenkersitzsteiger zum Standsteiger nicht komplett zeigen. Die Folge: Hohe Abzüge und es reichte nicht mehr, die letzte Übung in die Zeit zu bringen. Mit 174,21 Punkten verpasste sie den Einzug ins Finale am Abend. Der zweite Durchgang verlief für Mattea Eckstein dann eher durchwachsen, sie erreichte 168,80 Punkte. „Es war trotz der Fehler bei beiden Durchgängen schön, so in der Nähe von Stuttgart zu fahren“, sagte Mattea Eckstein, deren Fokus auf den Deutschen Meisterschaften am 8. Und 9. Oktober in Moers und dem Weltcup-Finale am 23. Oktober in Albstadt-Tailfingen liegt. Die letzten beiden Wettkämpfe ihrer Karriere, danach will sie aufhören.

Leicht erkältet ging SportKultur-Athlet Sebastian Zähringer (Einer-Kunstradsport-Elite) in Nufringen an den Start. Er zeigte einen guten ersten Durchgang, hatte jedoch Probleme mit der Zeit und musste Abzüge in Kauf nehmen. Mit 179,59 Punkten beurteilten die Wertungsrichter seine Darbietung. Im zweiten Durchgang am Nachmittag wirkte er ob der Erkältung nicht mehr ganz fit, fabrizierte einige kleinere Fehler, die sich in der Endabrechnung bemerkbar machten – 170,54 Punkte standen letztendlich für ihn zu Buche.

Torsten Streib

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