Berichte Mittwochsradler

Radler - Weekend im Schwarzwald

Alles war beim diesjährigen Radler-Weekend der Mittwochsradler der SportKultur Stuttgart etwas anders. Bereits im März wurden die Hotelzimmer bestellt und im Juli folgte dann Absage auf Absage. Der Wirt vom „Gasthof Bären“ in Siegelau war sehr verständnisvoll. Er stornierte ohne Kosten mit der Begründung „in Zeiten wie diesen ist es für alle nicht einfach“. So machten sich dann nur vier Radlerfreunde auf den Südschwarzwald per Rad zu erkunden.

Die Anfahrt nach Siegelau, einem Teil von Gutach im Breisgau, wurde individuell gemacht. Und beinahe gleichzeitig trafen die Autos dort ein. Die Hotelzimmer konnten sofort bezogen werden und um 13 Uhr wurde die erste Radtour gestartet. Direkt vom Hotel aus wurde weiter in das Seitental der Elz geradelt. Die 18 % Steigung wurde nicht gesucht, aber sie war eben da und konnte dank elektrischer Unterstützung auch gut überwunden werden. Die lange Abfahrt nach Sexau und Richtung Rheinebene war ein Genuss. In Denzlingen wurde die Richtung gewechselt und im Elztal aufwärts erreichte die Gruppe Waldkirch. Der obligatorische Eisstopp erfrischte die Radler und die restlichen Kilometer zurück zum Hotel waren bald geschafft.  

Die ganztägige Radtour wurde wie gewünscht gefahren. Schade nur, dass diejenigen die diesen Wunsch geäußert hatten, nun nicht dabei waren. Mit den Autos wurde bis nach Denzlingen gefahren und von dort aus mit dem Rad. Schnell war Freiburg erreicht und das Münster wurde zu Fuß umrundet. Auf Grund des Andrangs am Eingang und weil Jeder das Münster bereits von innen kannte, wurde die Tour fortgesetzt. Lange acht Kilometer, stetig ansteigend, ging es bis zur Schauinslandbahn. Dort mussten die Radler feststellen, dass die Warteschlange schier endlos war und man in glühender Hitze über eine Stunde anstehen musste. Die Beratung war kurz und bündig: wir strampeln den Schauinsland hoch. Es war schon anstrengend, aber die meiste Strecke verlief im Schatten des Waldes und der Belag der Straße war perfekt. Oben angekommen gab es eine kurze Vesperpause, bevor die 18 km lange Abfahrt durch das Münstertal bis nach Staufen anstand. Herrlich war diese Abfahrt mit den vielen schönen Ausblicken. Von hier aus verlief die Route beinahe flach bis Freiburg und nach Denzlingen. Zu den geparkten Autos war es auch nicht mehr weit.

Der 3. Radeltag ging in eine ganz andere Richtung. Die Anfahrt sollte eigentlich mit dem Zug vorgenommen werden. Aber nachdem die Bahnstrecke elektrifiziert wird und der Schienenersatzverkehr keine Räder transportiert, mussten die Räder eben wieder auf die Radständer am Auto verladen werden. Mit dem Auto fuhr man nach Freiburg, dann das Höllental hinauf bis Hinterzarten. Von hier aus radelten die Freunde dann nach Titisee und über Neustadt und Kappel nach Lenzkirch. Hier wurde Mittagspause gemacht. Das Endziel war der Schluchsee. Die Gruppe radelte nach Bonndorf, hinab zur Steinasäge und auf einem romantischen Waldweg bis Schluchsee. Die Landschaft war wunderbar, der einzige Wermutstropfen war die Beschaffenheit der meisten Radwege an diesem Tag. Es musste sehr viel auf steinigem und gesplittetem Untergrund geradelt werden, was sehr anstrengend ist und es braucht eben auch viel Zeit. Die Gästekarte beinhaltete auch kostenlose Bahnfahrten und so erreichten die Radler bequem per Zug wieder Hinterzarten.

An diesem Radler-Weekend wurden 47km, 82km und 53km geradelt. Das Hotel war sehr gut und gemütlich, der Wirt ein großartiger Koch und die Sonne stach beinahe zu arg vom wolkenlosen Himmel. Auf der Heimfahrt wurde als Abschluss noch ein kleiner Spaziergang am Triberger Wasserfall gemacht, bevor die individuelle Heimfahrt nach Stuttgart angetreten wurde. So richtig schön und harmonisch war dieses Radler-Weekend und es wurden diejenigen bedauert, die nicht mit dabei sein wollten.

Gisela Maier

Wenn der Mittwoch zum Sonntag wird

Die Mittwochsradler der SportKultur Stuttgart haben, bedingt durch Corona, Probleme das Jahresprogramm durchzuführen. Und so haben die Leader sich kurzerhand entschlossen, einige ganztägige Sonntags-Radtouren an einem Mittwoch anzubieten. Somit gingen die Radlerfreunde zum ersten Mal an einem Mittwoch zusammen auf große Tour.

Von Wangen aus radelte man am Neckar entlang bis zu den Mineralbädern, dann den Rosensteinpark hinauf bis zur Prag. Jetzt ging es in flottem Tempo abwärts nach Feuerbach und weiter nach Weilimdorf. Hier konnte die Straße verlassen werden und auf landschaftlich schönen und ruhigen Wegen erreichte die Gruppe die riesige Kleingartenanlage Fasanengarten. Dann wurde an Gerlingen vorbeigeradelt und bald darauf, bei der Fleischmühle,  konnte man ins Glemstal einbiegen. Sehr schön war es im teilweise renaturierten und schattigen Glemstal zu radeln. Bald war Leonberg erreicht und weiter ging es nach Silberberg. Am Bahnhof Silberberg wurden die Bahngleise unterquert und kurz darauf bog die Radgruppe in einen Weg am Waldrand ein, der entlang des Wasserbaches bis nach Rutesheim führte. Und hier fand dann die verdiente Mittagspause statt.

Der zweite Teil dieser Ausfahrt war sehr einfach und daher auch flott zu fahren. Es ging viel bergab. Nach Flacht und Weissach erreichte man den Radweg am Strudelbach. Über Heimerdingen und Eberdingen rollte man weiter abwärts durch das Rieter Tal bis nach Enzweihingen. In einem Pulk konnte die stark befahrenen B 10 überquert werden. Die restliche Strecke wurde auf dem Enztal-Radweg zurückgelegt. Und weil kein Sonntag war, war dieser Radweg wenig frequentiert und konnte richtig genossen werden.

In Bietigheim-Bissingen wurde noch ein Eisstopp eingelegt, welcher bei dieser Hitze als sehr angenehm empfunden wurde. Einen Anstieg gab es noch in Bietigheim bis zum Bahnhof. Mit der S-Bahn fuhren die Mittwochsradler dann bis zum Stuttgarter Nordbahnhof. Von dort aus radelte man den Rosensteinpark abwärts und zurück zum Ausgangspunkt dieser Radtour. 77 km standen auf dem Tacho und alle Teilnehmer kamen fröhlich ans Ziel.

Gisela Maier

Mittwochsradler starten verspätet in die Saison 2020

Durch die Conorazeit mussten die Mittwochsradler der SportKultur Stuttgart lange Zeit auf den Beginn des Radtreff warten.

Als dann endlich die „Freigabe“ kam, stand im Plan als erste Ausfahrt gleich eine ganztägige Sonntags-Radtour. Die Leader, Gisela und Klaus Maier, boten der Gruppe dann als Einstieg eine halbtägige Sonntags-Radtour an, welche für den Anfang auch richtig zugeschnitten war. Die Radfreunde trafen sich um durch das Neckartal, das Remstal bis Endersbach und wieder zurück nach Wangen zu radeln.

Und dann konnte man sich wieder mittwochs regelmäßig zu den abendlichen Radtouren treffen.

Die erste ganztägige Sonntags-Radtour führte die Gruppe ins Alb-Vorland. Diese Ausfahrt wurde vollkommen mit dem Fahrrad gemacht. Auf der linken Neckarseite radelte man über Esslingen und Altbach nach Plochingen. Hier wurde Hochdorf angesteuert. Weiter ging es über Rosswälden nach Albershausen. Nach einer langen und rasanten Abfahrt musste dann ein ebensolch heftiger Anstieg nach Sparwiesen bewältigt werden. Die Mittagspause im „Biergarten vom Schloss Filseck“ hatten sich alle redlich verdient.

Ein herrlicher Ausblick auf die Kaiserberge und die Schwäbische Alb bot sich den Radlern bevor sie ihren Weg fortsetzten. Der zweite Teil der Radtour führte nach Bad Boll, nach Hattenhofen, Roßwälden und wieder nach Hochdorf. Die gesamte Strecke war recht hügelig, aber man konnte sicher sein, dass nach jedem Anstieg wieder eine herrliche Abfahrt anstand.

In Plochingen wurde dann noch ein genüsslicher Eisstopp eingelegt.  Der weitere Rückweg erfolgte über Deizisau, Sirnau und Weil wieder zurück nach Wangen.

Eine sehr schöne, aussichtsreiche und auch etwas anstrengende Radtour hatten die Radfreunde absolviert. Und man konnte stolz auf 83 Radkilometer zurückblicken.

Gisela Maier

Jahresbericht 2019

Die Gruppe der Mittwochsradler war auch 2019 miteinander auf Tour und erfreulicherweise ohne besondere Vorkommnisse.

Es wurden 19 Abendradtouren durchgeführt, davon an drei Abenden eine doppelt lange Tour. Der Grund für die doppelten Radtouren war, dass die Leader Gisela und Klaus Maier nicht an allen Terminen präsent sein konnten und die Vertretungen bedauerlicherweise auch verhindert waren.

Dann gab es noch 6 ganztägige Sonntags-Radtouren, und beim Radler-Weekend in Bamberg konnte an drei Tagen eine Radtour durchgeführt werden. Am Regentag ging es mit den Autos zu Besichtigungen in die Sächsische Schweiz; also war das auch kein verlorener Tag.

Obwohl das Wetter zu Beginn der Saison sehr nass war, radelten die Mittwochs-Radler immerhin noch gemeinsam 1.243 km. Der Champion der E-Bikes war wieder Günter Seiffer mit 1186 km, gefolgt von Erika Vogt mit 1011 km; bei den M-Bikes wurde Wolfgang Jancevskis mit 871 km Champion, zweite wurde Ute Dietrich mit 634 km. Die Leader sind in dieser Wertung außen vor.

Die Sonntags-Radtouren führten ins Heckengäu, ins Enztal, in das Neckartal und weiter in Richtung Remstal, in den Schwarzwald, in das Zabergäu, auf die Schwäbische Alb. Das Radler-Weekend fand in Franken statt.

Auch für die nächste Saison 2020 sind die Radtouren wieder so geplant, dass man rund um Stuttgart, in alle Himmelsrichtungen verteilt, sich Radtouren ersonnen hat. Das Radler-Weekend wird dann im Schwarzwald stattfinden.

Radtreffbeginn ist wieder mit Beginn der Sommerzeit: Mittwoch um 18 Uhr ab dem Vereinsgelände Kesselstraße.

Gisela Maier