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Platz 3, 4 und 6 bei den „Deutschen“

Die Deutschen Meisterschaften der Elite in Moers fanden in diesem Jahr coronabedingt in einem kleineren Rahmen statt. Im Einer-Fahren hat Mattea Eckstein von der SportKultur den Wettkampf, der aufgrund zweier Bodenwellen nicht einfach zu fahren war, dennoch genossen. „Auch wenn er ungewöhnlich klein und beschaulich war für eine Deutsche, war es ein schöner Wettkampf“, so Eckstein – und für sie auch ein ganz besonderer. Es waren nämlich ihre letzten Deutschen Meisterschaften, sie beendet demnächst ihre Karriere. Dementsprechend sei sie vor dem Saison-Höhepunkt nervös gewesen, habe die Sache aber sehr gut hinter sich gebracht, so Eckstein Mit sehr gut ist letztlich der vierte Platz gemeint. Auch wenn sie damit am Podest knapp vorbeigeschrammt ist, war die SportKultur-Athletin zufrieden, da die Konkurrenz mehr Punkte aufgestellt hatte und alle im Finale gute Leistungen zeigten. Für besagtes Final 4 qualifizierte sie sich durch einen dritten Platz in der Vorrunde. Dabei ging der Auftakt ihrer Kür ordentlich daneben. Den Lenkerhandtand, ihre erste Übung, musste sie kurz vor der Hälfte der geforderten Strecke abbrechen, bekam dafür den vollen Abzug von 8,8 Punkten Doch sie ließ sich nicht aus dem Konzept bringen, zeigte unter anderem den Mautesprung – Sprung vom Sattel auf den Lenker – und den Sattellenkerhandstand souverän und brachte es letztlich auf 171,88 Punkte. Im Finale zeigte sie eine noch bessere Leistung und bekam dafür 178,46 Punkte. Den deutsche Titel sicherte sich Lara Füller vom RKV Poppenweiler mit 187,43 Punkten, vor Milena Slupina (TSV Bernlohe / 185,38 Punkte) und Maren Haase (RV Blitz Hoffnungsthal / 185,27).

Für Selina Marquardt und Helen Vordermeier im Zweier-Kunstradsport waren die Deutschen Meisterschaften eine Kostprobe auf die Hallenradsport-Weltmeisterschaften, die Ende Oktober in der Stuttgarter Porsche-Arena stattfinden werden. In der Vorrunde gab es kleinere Probleme, aber dennoch bekam das SportKultur-Duo von den Wertungsrichtern mit 134,40 Punkten die beste Beurteilung und zog als Sieger der Vorrunde ins Finale der besten Vier ein. Auf einem Rad hatten die beiden dann keine Mühe, beide Handstände und die Elemente mit Belastungen klappten hervorragend. Untypisch für die SportKultur-Vertretung waren indes die Schwierigkeiten bei der Kehrlenkersitzsteiger Standdrehung – eine Übung, die sie normalerweise im Schlaf aufs Parkett bringen Bei weiteren Übungen auf zwei Rädern gab es kleinere Abzüge, zudem konnte die letzte Übung nicht mehr ganz in die Zeit gebracht werden – dennoch tauchte die gute Punktzahl von 135,25 auf der Anzeigetafel auf. Letztlich reichte dies aber nur zu Platz drei, weil das Duo Kirst / Bärk (RSF Bonn-Duisdorf) mit 137,77 Punkte eine neue Bestleitung aufstellte und somit zweite wurde hinter den Vize-Weltmeistern Caroline Wurth / Sophie-Marie Wöhrle vom RSV Gutach (138,14). Übrigens Henny Kirst / Antonia Bärk haben die SportKultur-Fahrerinnen bei der Qualifikation zur WM hinter sich gelassen – die Mannschaft des RSF Bonn-Duisdorf ist Ersatzfahrer für Stuttgart.„Im Finale waren wir mit unserer Leistung sehr zufrieden, sind erneut sturzfrei durchgekommen und hatten nur einen Wackler bei der Kehrlenkersitzsteiger Standdrehung, den wir aber gut meistern konnten“, sagt Selina Marquardt. Dementsprechend waren „wir beim Blick auf die Anzeige überrascht über die doch hohen Punkteabzüge, die wir bekommen haben“, fügt Helen Vordermeier hinzu.

Für Sebastian Zähringer verlief der Wettkampf im Einer-Kunstradsport nicht zufriedenstellend, wobei er auch keine optimale Vorbereitung auf seinen letzten Wettkampf der Saison hatte. Die zwei Wochen vor der DM war er erkältet. Letztlich erreichte er mit 154,66 Punkten Platz sechs. Deutscher Meister wurde Lukas Kohl von Concordia Kirchehrenbach mit 204,70 Zählern.

Torsten Streib

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